Schnittchen, Kölsch und heimische Klänge – so kann ein Sonntag-Morgen beginnen. Das abdankende Dreigestirn um Prinz Roman I., Bauern Markus & Jungfrau Michaela machte am heutigen Sonntag dem Sessionsmotto alle Ehre. „Mer wooren at emme jett anders“ – das verkündete das ehemalige Trifolium in der letzten Session über 200 mal voller Stolz – und daran hat sich auch nach Amtsübergabe an das Dreigestirn 2018 nichts geändert, denn der Anlass des heutigen Frühschoppens war nun mal wie das Motto schon sagt: anders.

Eine zünftige Feier zum Jahrestag der Proklamation: „Es war eine tolle Session und dafür wollen wir heute noch einmal ‚Danke‘ sagen“, so Roman. Dazu hatte das Dreigestirn nicht nur das Gefolge, sondern auch einige geladene Gäste um 11.11 Uhr in die alte Hofburg „Zur Küz“ bei Wirt Sven Müller geladen. Üblich? Wohl kaum. Aber eine klare Herzensangelegenheit für den Löörer Clan.

Nachdem die Gäste begrüßt worden waren, gaben die sieben karierten Gastgeber einen besonderen Einblick in ein für sie besonderes Erlebnis. So berichteten sie nicht nur über die anfänglichen Planungen, wie es überhaupt zu der Idee kam das Dreigestirn zu stellen, sondern auch darüber, dass sie kurz vor der Proklamation mächtig die Buxe voll hatten und ihnen ziemlich die Düse ging.

„Wir haben uns ein bekanntes Gesicht im Publikum gesucht, dessen Anblick uns Rückhalt gibt“ – doch das hatten sie gar nicht nötig, denn schon am 21. Januar 2017 kamen sie selbst bei „fremden“ Gästen gut an. Und das kam nicht von irgendwo.

Akribisch und mit einigem Vorlauf planten sie alles bis ins kleinste Detail. Alles sollte sitzen, um dem Dorf als Trifolium keine Schande zu bereiten. „Haltet mir das Dorf zusammen!“ bat das Sieglarer Urgestein Kurt P. Schneider damals und die Erfüllung dieser Bitte nahm sich das Dreigestirn aus den Reihen des Junggesellenverein „Frohsinn“ Sieglar sehr zu Herzen. So brachten sie rund 100 Junggesellen, Freunde und Familienangehörige zusammen, um mit ihnen als Löörer Clan durch die Session zu ziehen und auch über die Sieglarer Ortsgrenzen Freude zu spenden.

Und Freude spendeten sie auch heute, als sie für bekannte Klänge in der Küz sorgten. Die Pipes & Drums rund um Martin Fischer begleiteten das Dreigestirn im vergangenen Jahr bereits durch die Session und so bekam heute der ein oder andere Gänsehaut, als Martin erneut seinen Dudelsack  für uns  in Loor erklingen ließ.

Nachdem in der Session Prinz, Bauer und Jungfrau ihr musikalisches Können zum Besten gaben, ließen es sich heute auch die Adjutanten nicht nehmen, ein Lied vorzutragen. So machten sie aus Whitney Houstons ‚We are the World – we are the future‘ kurzerhand: „Mir sin us Loor – sin Junggeselle!“ … Wilde Junge mit ’ner ganz besonderen Art, süß wie „Appeltaat“ – und manchmal auch in Schiesser Feinripp.

Abgerundet wurde der Frühschoppen durch das Mitsingkonzert von Pascal Pohlscheidt. Bewaffnet mit seiner Gitarre und einer sensationellen Stimme brachte er heute die Küz zum schunkeln und singen – op echt kölsche Art.

Viele Gäste verabschiedeten sich mit „Et wor esu schön, nächs Johr kumme mer widder“ – ein Kompliment, das uns im Sinne von Kurts Worten sehr glücklich macht und worauf wir nur erwidern können:

„Maat et joot, et wor schön met üch!“

Euer Sieglarer Dreigestirn 2017

PS: Videos der Auftritte findet ihr wie gewohnt auf unserer offiziellen Facebook-Seite