Gemeinsam mit den Tollitäten aus Eschmar, Spich und Altenrath erstürmten die Löörer Highlander am vergangenen Sonntag, den 12. Februar 2017, das Troisdorfer Rathaus auf der Kölner Straße. Nach anfänglich freundlichen Überredungsversuchen des Eschmarer Prinzen und anschließenden etwas eindringlicheren Versuchen des Spicher Prinzen, den uneinsichtigen, als König verkleideten Bürgermeister zur Vernunft zu bringen, da schon früher „Leute, die so kostümiert waren, eine solche Situation selten überlebt haben“, durfte das Sieglarer Trifolium zur Tat schreiten. Prinz Roman I. vermerkte, dass der am Vortag vorangegangene Versuch, den ersten Troisdorfer Bürger mit Alkohol gefügig zu machen ja leider gescheitert war und man daher nun größere Geschütze im Gepäck habe. Nachdem zunächst seine mit Speeren bewaffneten Schotten dem Bürgermeister auf die Pelle rückten, kam das gewaltige Katapult zum Einsatz. Nach einigen Eingewöhnungsschüssen landeten die Kanoniere aus Sieglar endlich Treffer. Man könnte meinen, der Prinz hätte das am Vortag an den Bürgermeister mit der stählernen Leber verschwendete Zielwasser besser in den eigenen Reihen verteilt, letztlich landeten die Geschosse jedoch da, wo sie landen sollten. Aber leider kommt der Troisdorfer Bürgermeister auch gut mit Einschusslöchern in seinem Rathaus klar, womöglich weil sich das Rathaus so dem Erscheinungsbild der Troisdorfer Straßen bestens angleicht. Zu guter Letzt versuchte daher auch der Troisdorfer Prinz sein Glück. Doch auch die Geschlechtsumwandlung mit Perücke und Kleidchen schien Klaus-Werner Jablonski eher zu genießen, als zur Aufgabe zu bewegen. Und was passiert, wenn die Männer in ihren Aufgaben versagen? Genau. Dann bleibt es wieder an den Frauen hängen. Troisdorf ist und bleibt eben eine Familienangelegenheit. Da muss jeder mit anpacken. Männlein und Weiblein. So schritten Ultima Ratio die vier Troisdorfer Jungfrauen aus den Reihen hervor und sorgten mit ihren reizvollen Annäherungen und saftigen Schmatzern dafür, dass der Hausherr endlich das Rathaus freigab – so viel Weiblichkeit kann selbst der erste Bürger unserer Stadt nicht ertragen.

Wie aus den letzten Jahren gewohnt, zogen alle Jecken im Anschluss an die Rathauserstürmung in die Stadthalle Troisdorf ein, um dort gemeinsam mit Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski, Vertretern aus Politik und Vereinen und natürlich den vier Dreigestirnen die närrische Revolution zu feiern. Und ausgiebig feiern steht ganz im Zeichen der kommenden zwei Wochen, bis der Bürgermeister pünktlich zum Aschermittwoch seine Amtsgeschäfte wie gewohnt wieder übernimmt. Aber bis dahin gilt erstmal:

„Troisdorf – Eine Familienangelegenheit Karnevalsverein!“

In diesem Sinne, mit „3 x Troisdorf Alaaf“,

euer Sieglarer Dreigestirn 2017