„In der heutigen Zeit ist das doch gar kein großes Ding mehr!“ – das muss sich auch der Sieglarer Junggeselle Michael Mönning gedacht haben, als er sich entschied sich vor der breiten Öffentlichkeit in Michaela zu verwandeln. Nach 40 Jahren als Maibäume setzender Junggeselle ist jetzt alles möglich – vielleicht darf sich die Sieglarer Jungfrau ja am 30. April auch endlich auf einen prächtigen Maibaum von ihrem Prinz Roman I. freuen? Wir halten euch über die weiteren Entwicklungen natürlich auf dem Laufenden…

Aber zunächst dürfen wir verkünden, dass es vollbracht ist: Pünktlich eine Woche vor der großen Proklamation im Sieglarer Saal „Zur Küz“ hat Michaels Verwandlung in Jungfrau Michaela begonnen. Mit gewetzten Klingen half Friseurmeister Rolf Fourné, der ebenfalls Mitglied der Sieglarer Junggesellen ist, aus und meisterte den ersten Schritt zur närrischen Geschlechtsumwandlung – weg mit dem schwarz-grauen Gesichtsteppich, denn Roman I. mag es glatt! Damit können die nächsten Schritte im Laufe der kommenden Woche folgen – und leicht wird das mit Sicherheit weder für Michaela, noch für seine/ihre Gehilfen.

Über zahlreiche Unterstützung durfte sich das Dreigestirn am Abend des Freitag, den 13. Januar 2017, bei Sven Müller in der Gaststätte „Zur Küz“ freuen – neben dem Gefolge, Familien, Freunden  und Vertretern der Sieglarer Ortsvereine waren auch Ortsvorsteherin Gisela Günther, Ortsringsvorsitzender Matthias Esch, der Heimathistoriker Kurt P. Schneider und Ortsvorsteher (Rotter See) Alfons Bogolowski zugegen und ließen dem karnevalistischen Transgender ihre herzlichsten Glückwünsche zu diesem großen Schritt zukommen. Auch Michael(a)s Familie wohnte der Veranstaltung bei  und die künftige Jungfrau traf selbst hier auf vollste Zustimmung – ob sie es vielleicht schon lange geahnt hatten? Der Wirt Sven Müller bekräftigte Michaels Entscheidung ebenfalls voller Vorfreude (auf eine schöne Session mit ihm).

Ab Samstag, den 21. Januar 2017, dürfen wir die Umwandlung dann in voller Pracht in Augenschein nehmen, aber bis dahin darf sich Michaela von ihren Strapazen auf der Herrensitzung im Saal „Zur Küz“ erholen – wohlgemerkt als einzige Frau…

Mit der Rasur der Jungfrau hat der Junggesellenverein eine alte Vereinstradition mit in den Karneval gebracht, denn die obligatorische Rasur steht für jedes JGV-Mitglied bei der Aufnahme in den Verein und beim Übergang vom Junggesellen- in das Männerei-Dasein an.

Wir bedanken uns bei allen Gästen und Unterstützern des Abends und verbleiben bis zum nächsten Wiedersehen mit ‚3 x Loor Alaaf‘,

euer Sieglarer Dreigestirn 2017